Höllenjazz in New Orleans

 

 

 

 

Höllenjazz in New Orleans
von Ray Celestin
aus dem Piper Verlag
512 Seiten
Broschiert 16,00€
E-Book 13,99€

 

 

 

 

Zum Buch:
New Orleans 1919: Ein Mörder treibt auf den Straßen sein Unwesen.
Wegen seiner Mordwaffe, einer Axt, wird er bald der Axeman genannt.
Und schon bald taucht ein mysteriöser Brief auf in dem der Axeman alle Bewohner auffordert zu jazzen. Denn sobald die Musik verstummt, wird er töten, so seine Aussage.
Doch wer ist er? Verzweifelt versucht der hiesige Detective Michael Talbone den Täter zu fassen und auch Andere sind ihm bereits dicht auf den Fersen.


Meine Meinung:
Die Geschichte um den Axeman beruft auf einer wahren Begebenheit. Von 1911-1919 tötete dieser mehrere Personen, aber das warum konnte nicht genau ermittelt werden oder auch wer. Viele wilde Theorien rangen sich noch heute darum.
Eigens ein Brief, spricht von seiner Identität in dem er die Bewohner auffordert in einer Nacht zu Jazzen was das Zeug hält.

Und genau das hat die Geschichte für mich so interessant gemacht. Ich lese gerne Bücher, die auf wahren Begebenheiten beruhen, ich kriege beim Lesen zwar immer eine Gänsehaut und es gruselt mich ein wenig, aber es ist einfach interessant. Es fasziniert mich, weil es ein Stück Geschichte ist.

Der Autor hat sich aber nur das Grundgerüst für sein Buch genommen und es mit Fiktion vermischt, was eine wahnsinnig gute Geschichte ergibt.
Von Anfang bis Ende hat es mich nicht losgelassen. Ich war so gefangen in dem Buch, ich musste weiter lesen.

Im Laufe des Buches tauchen viele Charaktere auf, die spannendsten und wichtigsten unter Ihnen sind:

Michael Talbot
Detective Lieutenan von New Orleans und Ermittler in dem Axeman-Fall.
Der hinter seinen eigenen vier Wänden ein Geheimnis hütet und vor Jahren seinen damaligen Partner hinter Gittern brachte, was ihn gegenüber seinen Kollegen nicht sympatisch macht.

Ida Davis:
Sekretärin bei Pinkertons Detektivagentur. Sie will zeigen, dass sie mehr als eine einfache Sekretärin ist und beginnt im Axeman-Fall auf eigene Faust zu ermitteln. Das bringt sie und ihren besten Freund in ziemliche Schwierigkeiten.

Luca d’Andrea
Ehemaliger Polizist, wird gerade aus der Haft entlassen, in seiner Not wendet er sich an seinen alten Freund, der ihn drum bittet oder mehr auffordert im Axeman-Fall zu ermitteln.

Durch diese drei Personen wird abwechselnd erzählt. Aber auch von Perspektiven anderer wird erzählt.
Das machte es umso spannender beim Lesen, ich wusste nicht was gleich passiert und aus wessen Perspektive erzählt wird. Das hat mir irgendwie einen Kick beim Lesen gegeben und mir die Fingernägel abkauen lassen =D

Die Charaktere und auch das Leben in New Orleans zu Zeiten des Jazz wurden sehr gut recherchiert, sodass ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Wie die Leute feiern, wie sie die Straßen von New Orleans entlang gingen, Es war einfach magisch, ich habe mich in eine Zeit zurück versetzt gefühlt, die durch das Buch wieder auferlebt wurde.

Dabei hat mir auch die Spotify-Playlist vom Piper-Verlag sehr geholfen. Die haben eigens für dieses Buch diese Liste erstellt, worin ich Stunden lang eintauchen konnte. Auch nebenbei beim Lesen lief die Playlist rauf und runter. Es war eine perfekte Ergänzung.

Das wie und warum am Ende hat mich sprachlos gemacht, ich wurde immer in eine andere Richtung geschickt, überlegte, grübelte und dachte, ja so könnte es gewesen und dann nein! Dann wurde mir als Leser wieder Brocken zugeworfen, die es kniffelig machten herauszufinden wer denn nun eigentlich der Axeman ist. Aber die Auflösung war krass. Mit der Wendung habe ich nicht gerechnet. Zumal jeder der drei Hauptcharaktere, wie soll ich es sagen ohne zu spoilern, anders ermittelte. Ja so könnte ich es ausdrücken.

Der Autor hat hier ein Werk geschafft, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Gut dieses Buch mag nicht für jeden Geschmack sein, denn es ist schon was komplett anderes, dass selbst mir beim Lesen die Nackenhaare aufstellten. Aber leider waren manche beschriebenen Szenen wirklich früher so. Oder wie manche Menschen bezeichnet wurden.

Was ich auch sehr gut fand ist das Glossar zum Schluss das Buches, dort werden verschiedene Begriffe erklärt, die immer wieder im Buch fallen gelassen werden z.B. bestimmte Bezeichnungen für eine Gruppe. Das hat mir das Lesen auch ein wenig erleichtert. So musste ich nicht immer im Internet nach schauen =)


Mein Fazit:
Ein grandioses Buch. Der Autor führte mich in die Jahre des Jazz zurück und lies mich eine Geschichte erleben, die ich so noch nicht gelesen habe.
Der unglaublich gute Schreibstil kam noch als I-Tüpfelchen oben drauf. Selbst die Charaktere waren so lebhaft beschrieben, dass ich sie regelrecht vor mir stehen sah, ich sah mich selbst die Straßen von New Orleans lang gehen und der Jazz-Musik lauschen und erlebte dabei eine außergewöhnliche Geschichte die zum Teil auf einer wahren Begebenheit beruht.
Hut ab für dieses grandioses sehr gut recherchierte Werk.
Ich freue mich jetzt schon riesig auf Frühjahr 2019, denn dort geht es mit
Al Capone weiter ❤

Absolute Kaufempfehlung!


Vielen Dank an NetGalley und Piper-Verlag, die mir das Buch als E-Book zu geschickt haben, ich war so begeistert, dass ich das Buch ab der Hälfte gekauft habe, weil ich es unbedingt im Regal stehen haben wollte.


Bewertung:

Ihr wollt mehr zu dem Buch, New Orleans und dem Axeman erfahren? Dann schaut unbedingt beim Piper-Verlag vorbei, dort könnt ihr euch sogar die Playlist zu Höllenjazz anhören, die ich oben erwähnt habe.
-> Höllenjazz in New Orleans

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